Wenn sie nicht schlafen, sind Teens online

Manchmal laufen fünf Gespräche nebeneinander her. Aussage einer 14-Jährigen in einer Studie des Pew Research Centers

«Manchmal laufen fünf Gespräche nebeneinander her»: Simslen als eigentliche Jugendsprache.

Das Mädchen guckte kurz auf, als ich mich im Tram setzen wollte, und nahm mit der linken Hand die Tasche vom Sitz. Der Daumen der rechten Hand tanzte wie ein Irwisch über die Tasten ihres Handys.  Als wäre er fernsgesteuert, tippte der Daumen, derweil das Mädchen, zu dem er gehörte, die Tasche auf ihrem Schoss durchwühlte und aus den Tiefen ein Kaugummipack holte. Und noch während ich mich fragte, wie es nun wohl den Kaugummi aus dem Pack befördern würde, ohne  das Tippen zu unterbrechen, drückte das Mädchen mit dem  Daumen der linken Hand einen Trident in ihren Mund, und mit dem Daumen der rechten ein  «c u» in ihr Handy.

So sieht Multitasking bei den Vertretern der «Ditital Natives» aus, der ersten Generation also, die mit Email, SMS und MMS aufgewachsen ist. Überall sind sie zu beobachten und zuhause zieht man selber welche gross. Tochter II etwa kann so ziemlich jedes Gerät bedienen, das bei uns herumsteht. Sie kann die Waschmaschine starten und den DVD-Player, sie weiss, wie man mit einer Computermaus umgeht, das Menu von Youtube ist ihr so vertraut, wie mir in ihrem Alter vielleicht die Legos. Und sie ruft mich mühelos vom Festnetzanschluss an, obwohl sie zwar noch keine Abfolge von Zahlen richtig tippen kann, aber korrekt den Speicher des Telefons anzapft.

Trotzdem ist uns die  Erlebniswelt der digitalen Teenager so fremd wie Grossmama facebook: Denn ausser alarmierenden Studien über das Verbreiten von Pornos via Handy oder das «Sexting», das Versenden von anzüglichen Textmessages, weiss man wenig darüber, wie die Welt ausschaut, wenn man sie sich von Geburt an digital erschliessen konnte. Ändert sich dadurch der Kontakt zu anderen Menschen? Wie sehen  Freundschaften aus? Beeinflusst die digitale Kommunikation das Sozialleben?

Diese naheliegenden wenn auch nicht schlagzeilenträchtigen Fragen haben an Gewicht gewonnen, seit die Kaiser Family Foundation Ende März rapportierte, dass amerikanische Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 sich im Schnitt 7,5 Stunden pro Tag mit einem Handy, Computer, MP3-Player oder Game beschäftigen. Habe man vor fünf Jahren noch geglaubt, der Medienkonsum Jugendlicher könne kaum mehr steigen, schreibt die New York Times, so müsse man heute feststellen, dass viele Jugendlichen dank Smartphones nun sozusagen ihre ganze Wachzeit in der virtuellen Welt verbrächten. Mit anderen Worten: Wenn Teens nicht schlafen, sind sie online.

Gemäss der neusten PEW-Studie verschicken und erhalten drei von vier amerikanische Teens regelmässig SMS, und zwar durchschnittlich rund 50 Textmessages pro Tag. Das sind 1500 SMS im Monat! Ein Drittel der befragten Teenager zwischen 12 und 17 (insgesammt waren es 800 Teenager plus deren Eltern, die befragt wurden) gab sogar an, mehr als 100 SMS pro Tag zu verschicken, darunter signifikant mehr Mädchen als Jungen.

Die Studie bestätigt zudem die auch in der Schweiz von Fachleuten  geäusserte Vermutung, dass Jugendliche, vorab die Girls, aus sozialen Gründen simsen, nämlich um Kontakte zu schliessen und zu pflegen. In den Staaten sind mittlerweilen fast alle Mädchen und Jungs zwischen 10 und 18, nämlich 93 Prozent, regelmässig online. «Manchmal», gab ein befragtes Mädchen zu Protokoll, «laufen auf meinem Laptop und Handy fünf Gespräche nebeneinander her.» Auch so sieht Multitasking der digitalen Jugend aus. Offensichtlich tippt sie lieber, als dass sie redet: Anrufe tätigten Teens nämlich nur fünf pro Tag, was sicher auch mit der Preispolitik der Aboanbieter zu tun hat. Aber nicht nur: Erste Auswertungen von qualitativen Studien in Princeton und California zeigen, dass das Interesse an der Face-to-Face-Kommunikation durch die schnellere, bequemere und letztlich auch unverbindlichere elektronische Kommunikation zurückgegangen ist. Noch sei es zu früh, daraus Konsequenzen zu ziehen, wird der Psychologe Jeffrey Parker in der New York Times zitiert. Doch Gespräche mit einem konkreten Gegenüber seien immens wichtig, um Empathie, den Umgang mit und die Interpretation von Emotionen, sowie  die Codes der nonverbalen Kommunikation lesen zu lernen.

Gary Small, Neurowissenschafter und Psychiatrieprofessor in Kalifornien sowie Autor des Buches «iBrain» behauptet gar, dass die erste Generation der digital Natives ihren Eltern technologisch zwar haushoch überlegen sei, im persönlichen Umgang mit Menschen im Alltag aber an kommunikativer Kompetenz verloren hätten.

Stimmen Sie der Aussage zu? Kommunziert ihr Nachwuchs hauptsächlich via Mail und SMS? Ab welchem Alter ist ein Handy für die Teilnahme am sozialen Netzwerk unabdingbar? Und wie regulieren Sie dessen Gebrauch?

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108 Kommentare zu «Wenn sie nicht schlafen, sind Teens online»

  • Natascha sagt:

    ja ist auch ein gratis chat einfach mit Nickname rein bin dort sehr oft unter http://www.fuubo.com

  • Harry sagt:

    Ob Digital Native oder ein anderer Begriff gewählt wird, spielt keine Rolle. Das Problem ist mehr, das Digital Nerds wie Matthias nicht sehen wie die virtuellen sogenannten sozialen Netzwerke unsere Beziehungen verrotten lassen oder besser uns im Glauben lassen einen unglaubichen Reichtum an Beziehungen zu besitzen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Qualität der Kommunikation ist oft lausig und reine Energieverschwendung und die Interaktionen nicht mit „normalen“ sozialen Netzwerken zu vergleichen. Es ist eine fast pathologische Selbstdarstellungseuphorie mit bedenklich voyeuristischen Zügen, vorallem Facebook bietet dazu auch eine wunderbare Plattform für neue Formen des Volksfaschismus. Da wird öffentlich gehetzt und angeprangert, Exponenten virtuell zum Tode verurteilt, und das geht alles so leicht von den Lippen. Ich würde fast meinen Arsch drauf verwetten, aber ich denke nicht das 5% der Dinge die auf Facebook geschrieben werden auch von Angesicht zu Angesicht ausgesprochen werden.

  • viagra sagt:

    danke fur die info

  • sasha sagt:

    also ich denke die zeiten als man noch sms und mms geschrieben hat sind nun wirklich vorbei 🙂 seit es pingchat gibt sind diese dinger einfach überflüssig.

    • Lea sagt:

      Eye Bee Ehm said:

      Leider ist das ne app vom steve jobs seinem apfelstand. proprietaer wie ibm damals. somit ist apple wie jurrassic parc ein re-engineering des pleistozaens. der naechste asteroid wird’s richten.

  • Pete Clapper sagt:

    Für die Nichtwissenschaftler unter euch: 800 Leute = repräsentativ. Auch wenn’s wenig erscheint, es braucht nicht mehr.

    • Manuel sagt:

      Danke Pete, wollte ich auch gerade schreiben. Faszinierend wie viele ‚digital naives‘ (sic) nicht fähig sind, die Definition einer repräsentativen Umfrage auf Wikipedia nachzuschlagen.

      Meine Erfahrungen in ‚time management as a digital native‘ (Zeiten in Stunden/Woche):

      – Studium / Arbeit: ca. 40-50
      – Social networking (offline): mind. 20
      -davon ‚outdoors’/dort wos gratis ist: mind. 10
      -davon digital (games/tv/videos): um die 5
      – Schlafen: höchstens 40
      – Informationen sammeln (Newssendungen, TED, fora.tv, wikipedia): 20
      – Erholung (TV-Serien, einfach mal rumhängen): 10
      – Social networking (online, insbesondere um im Kontakt mit Freunden im Ausland zu bleiben): höchtens 20

      Bevor ich allerdings SMS/eMail/IM oder auch meinen Laserdrucker ausrangieren würde, ist bei mir längst der Fernseher weggefallen. Ausser – äusserst selten – bei Kollegen suche ich mir meinen audiovisuellen Content im Internet selbst zusammen anstatt Gabriela Amgarten zu trauen. Als nächstes folgte bald die Zeitung (Sorry, Tagi), obwohl ich früher täglich Zeitung las. Da die Verleger immer mehr Stellen sparten, konnte ich mir irgendwann die Verleger sparen und warte nun auf ein Portal von Journalisten für Journalisten im web. Bis dahin gibts Google News, die NewYorkTimes, Tagi-Online und RSS-Feeds.

      digital native – out

  • Jönu sagt:

    Das ist doch ein Witz?!
    Zum einen beschweren sich die Älteren darüber, dass wir die ganze Zeit im Internet sind und keine face-to-face, oder sogenannt „richtige soziale Kontakte“ pflegen und andereseitz beschwert ihr euch gleichtzeitig in anderen Foren, dass diese ungehobelten Gossenkinder allabendlich auf der Strasse sind und Radau machen. Für mich ist das Widerspruch in sich selbst.

    Ja, auch ich bin einer jener Teenager, die täglich auf Facebook rumhängen und Youtubevideos anschauen. Allerdings sehe ich die meisten meiner Freunde 40h die Woche in der Schule, ich gehe 3 mal die Woche ins Fussball und bin jedes Wochenende mindestens einmal in einem Club oder einer Bar, um mit Freunden von Angesicht zu Angesicht zu plaudern. Ganz ungezwungen! Während einige ältere Leute, wie zum Beispiel meine Mutter, abgesehen von der Arbeit, wo sie vielleicht mit etwa 4 Personen regelmässig zu tun hat, am Abend gerade mal mit ihrem Ehemann oder mit uns Kindern Kontakt hat. Und vielleicht sieht sie einmal alle 2 Monaten andere Verwandte. Ach und dann wäre noch der Italienischkurs. Aber über die andern Teilnehmer beschwert sie sich ja die ganze Zeit. Da frage ich mich wirklich, wer mehr soziale Kontakte hat, auch face-to-face.

    Und zudem: welshalb sollen die Mamas über alles informiert sein, was wir kidz so treiben? Diese Netzwerke, wie eben auch Facebook sind auch dazu da, um uns teenager von der Elterngeneration abzugrenzen. Sobald alle ü40 auch bei Facebook sind, haben wir schon lange etwas anderes für uns entdeckt. Das selbe habt ihr früher auch gemacht gegenüber euern Eltern. Halt nicht über Technik sondern z.B. die Sprache oder Musik, was ja auch heute noch so ist.
    Wir Kinder wollen nicht, dass ihr alles über unsere Welt wisst. Meine Mutter ruft mich eden Tag 2 mal an und fragt, was ich gerade tue. WEnn die antwort befriedigend ist sagt sie: „ach schön, ich wollte nur wissen, wies dir geht“ und hängt wieder ab. Wenn die antwort unbefriedigend ist: „Aber das geht doch nicht, du musst auch noch lernen für die Schule“ o.ä.
    Da muss sie sich nicht wundern, wenn ich die Anrufe manchmal nicht beantworte.

    Also was bringt es, die Mütter über Dinge zu informieren, welche sowieso schon von gestern sind?

    • Besorgter Vater sagt:

      Sehr gut argumentiert. Schliesslich sind wir damals nur so von den Bäumen runter gekommen, weil die Jungen eben ihr eigenes Ding machten.
      Nochmal, ich bin mir sicher, dass das Potential, dass in den sog. „Neuen Medien“ im „Web 2.0“ bzw. in den Communities liegt viel grösser ist als wir uns heute vorstellen. Klar tauchen dann auch gleich die Geschäftle-Macher auf und versuchen die Naiven oder auch nur die Unaufmerksamen abzuzocken. Aber das wird „Mutti“ mit der Werbung aus der Frauenzeitschrift genauso.

  • republikflucht sagt:

    Meine Definition: Digital Natives sind Menschen, die versuchen, 3-dimensional zu denken, wobei sie die Welt und die Realität nur von 2-dimensionalen Displays her kennen. „Surfen“ macht oberflächlich, das Wort kommt nicht umsonst von „Surface“ = Oberfläche. Ich arbeite selbst in der IT und sehe das Ganze durchaus mit gemischten Gefühlen. Ein deutscher Hirnforscher drückte es ganz drastisch aus mit Blick auf die Gehirnentwicklung bei Jugendlichen (in Deutschland) angesichts PC,Handy und Co.: Wenn wir so weitermachen, nähen wir in 20 Jahren T-Shirts für die Chinesen.

    lg Ralfonso

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Endlich mal ist die Diskussion um ein Vielfaches besser als der zugrunde liegende Text. 😉

  • Bernhard sagt:

    In der digitalen Welt treffen zwei Extreme aufeinander: Der Staat als Überwachungsfetisch (nie war es einfacher, per Log das Tun der Gesellschaft zu überwachen), die Jugend in ihrem grenzenlosen Eifer und Naivität auf den sozialen Plattformen des Internets. Irgendwann wird es in der Entwicklung des Einzelnen (hoffentlich) die Erkenntnis geben, dass alles, was im Internet veröffentlicht wird auch öffentlich ist. Es gibt keine Privatsphäre. Myspace und Facebook kümmern sich einen feuchten Staub um Datenschutz, genauso wie sie aus heiterem Himmel die Nutzungsbedingungen zu ihren Gunsten ändern. Diese schmierige Daten-aus-der-Nase-zieh-Taktik ist auch ein Grund: da werden ohne zu fragen Adressbücher von Usern bei Freemail-Providern mit Facebook synchronisert; Person X, dessen E-Mail-Adresse in einem dieser Adressbücher gespeichert ist, erhält dann von Facebook eine Mail mit dem Hinweis, Person Y habe sein Foto in „sein Album“ hinzugefügt. X möchte das natürlich überprüfen (klickt auf den unified link), kann aber natürlich(?) das Album von Y nicht anschauen, ohne sich gleich ein Profil bei Facebook erstellen zu müssen.

    Ein wenig Aufklärung über die Hintergründe (Privatsphäre, Öffentlichkeit) tut den Kids sicherlich ganz gut.

    Nur finde ich schade, dass der Mamablog nur bei Facebook ist – von diesem „Laden“ habe ich mich kürzlich verabschiedet.

  • Trachsel sagt:

    Ich bin Jg. 68 und habe mir die digitale Welt also angelernt. Wenn ich heute mit Anfangszwanzigern zusammen am Computer ARBEITE, dh. Text-, Tabellenverarbeitung, Googeln (!), Präsentationen erstellen oder spezielle Applikationen installieren, dann stelle ich fest, dass die Natives damit genau gleiche Probleme haben, wie ich. Digital aufgewachsen zu sein, hilft bloss beim Verwenden der jeweils letzten Kommunikationstechnologie. Dass es diesen vermeintlichen Vertrauten des Computers nicht hilft, damit sinnvoll zu arbeiten, ist bedenklich.
    Immerhin sind die vor 1980 Geborenen also noch lange nicht in Gefahr, verdrängt zu werden.

    • michi sagt:

      Ich bin ein 71er und in meiner Teenie-Zeit waren Computer von Atari und Commodore der letzte Schrei. Wir hockten effektiv tagelang (gemeinsam!) vor den Kisten um die Joysticks zu malträtieren oder durch strategische Spielzüge den Kumpel zu besiegen. Mein erstes „Videospiel“ (blinkende LEDs) bekam ich noch vor der Pubertät und meinen ersten Amiga-Computer konnte ich mir erst mit 16 oder so leisten… selbstverständlich habe ich mehr Verständnis für moderne Technik als mein Mütterchen, wo kämen wir denn da sonst hin, wen’s umgekehrt wäre?! Der Mensch neigt dazu die Vergangenheit zu verklären und die Präsens zu verteufeln…

      • Homey sagt:

        Wissen die Digital Natives noch was Joysticks sind? 5 1/4 floppies, 360kB, und bload/bsave Befehle? So gesehen ist das ‚digital memory‘ bei uns Meschen eher ein Kurzzeitgedächtnis….

  • Roger sagt:

    Trotzdem finde ich es lustig, dass die digital natives bei mir, dino aus 1967, in die Kurse kommen um zu lernen, wie die ganze elektronische Welt verwendet wird…

    Und die bezahlen noch dafür.

    Unbelievable

  • Besorgter Vater sagt:

    Meine 8 Jährige hat jetzt ein Handy damit Sie mich erreichen kann falls es nötig ist, oder Sie einfach das Bedürfnis danach hat. Das macht sie auch 1-2 mal am Tag. Sehr nett, sehr beruhigend. Werde Ihr dann mal das SMSen beibringen. Ist ja sicher eine gute Schreibübung.
    Meine 22 Jahre alte Tochter organisiert ihr ganzes Berufs- und Privatleben online. Als Jungmanagerin macht sie so Video-Konferenzen, Reports, Projektorganisation alles von überallher, egal wo oder in welcher Verfassung sie gerade ist. Will ich Kontakt zu Ihr, muss ich mich erst mal per Skype-Chat formell anmelden und bekomme dann eine Skype-Termin.
    Und ich? Ich bin von dieser Entwicklung restlos begeistert.
    Das es auch kleine Dummerchen gibt, die irgendwelchen Quatsch online treiben, ist selbstverständlich. Das haben die Dummerchen zu meiner Jugendzeit auch schon gemacht, auf Papier halt – na und?

  • Rektor sagt:

    Total Falsch, der Teaser:

    Mamablog: Was alles die Generation Online auf dem Netz treibt.

    besser

    Mamablog: Was die Generation Online im Netz so alles treibt.

    Für den ersten Satz würde ich meinen Schülern nicht mal eine 3 geben.

    • Armando sagt:

      Ganz richtig gesagt. Die Journis beim TAGI sollen endlich Deutsch lernen. Es wird mit jedem Tag schlimmer, man muss nur mal TAGI online lesen, eine echte Sprachkatastrophe.

    • michi sagt:

      Ah ja, und ich bin der, der immer arbeitet und als chronisch kinderlosen Single gemolken werde wie eine Milchkuh… das Leben ist einfach nicht fair 😉

  • Marco sagt:

    Ein schlecht recherchiert Bericht, hauptsache man hat Schlagwörter verwendet. „Trotzdem ist uns die Erlebniswelt der digitalen Teenager so fremd wie Grossmama facebook: „Wie alt das Mädchen im Tram wohl sein mag, 16 oder gar 17 Jahre alt? Vielleicht hat man schon eine Wissenschaftliche Studie darüber geschrieben, warum die Teenis besser mit den digitalen Median zurecht kommen als wir Erwachsene. Ganz enfach und ohne 5 Jährigem Studium oder dergleichen herausgefunden. Die Teenis wachsen mit dieser Technik auf, so wie wir mit der Schallplatte, dem Farbfernsehen aufgewachsen sind. Die Teenis von heute wissen ja nicht mal mehr was SW Fernsehen ist, geschweige was eine Schallplatte ist.

    Nagut, wenigstens hat eine Journalistin arbeit.

  • Robert sagt:

    Ein Merkmal der digital natives ist wohl auch, dass es ihnen nicht „virtuell“ oder „digital“ erscheint, was sie tun, sondern echt und real. Sie unterscheiden nicht online vom richtigen Leben, weil online zum richtigen Leben dazu gehört. Es ist ganz einfach – und das ist doch nichts als logisch – völlig selbstverständlich, zu nutzen, was man Brauchbares vorfindet.

    Und wenn man sich dem nicht verweigert, ist es auch keine besonders grosse Sache, den Anschluss nicht zu verlieren. Wofür man sich interessiert, das kann man auch lernen. Und zwar ohne Verzögerung von 10 Jahren. Da lach ich doch nur, dass mein Kind mir technisch haushoch überlegen sein soll – viel eher zeigt sich, dass das Kind als reiner Konsument solcher Dinge von den doch eben manchmal massgeblichen Grundlagen wenig Ahnung hat.

    • Drei_sinds sagt:

      Genau meine Erfahrungen…. blitzschnell im Netz aber keine Ahnung davon, wie ein Compi wirklich funzt… und ich alle paar Monate wieder daran, den PC zu säubern!

  • Philipp I sagt:

    Das ist so ne Sache mit der Komunikation, nicht alle die Blau und Grün unterscheiden können sind auch Maler…

  • StefanB sagt:

    Hm, wenn Digital Natives alle nach 1980 Geborenen sind, dass zähle ich mit Jahrgang 1967 also wohl zu den Digital Pioneers 🙂

  • Auguste sagt:

    hmm…, matthias, klären sie diesen „hardcopy-dinosaurier“ doch bitte auf, was ist denn „in“? muss aber nicht vor 1600h sein, ich bin grad am ausdrucken.

    • Raphi sagt:

      IM: Instant Messaging 😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, thanks pal, gibts dafür auch schon ein neues verb à la „simsen“?

      • Raphi sagt:

        Nope… nicht das ich wüsste. Ah doch. zb Msnle (Emmessenle) oder Skype (Skäipe gesprochen).
        Je nach Instant Messenger 😉

    • Hans sagt:

      Denglish ist total modisch ^^ wie zB skypen oder sowas. Und btw (Abkürzungen sind auch seeeehr beliebt) beim skypen telefoniert man hauptsachlich, wär skypen zum chatten nutz, hat die hauptaufgabe des programms nicht ganz verstanden.

      • Dani sagt:

        Neee…90% chatten über skype oder habens eben auf dem Smartphone um SMS Kosten zu sparen bzw immer online zu sein. Übrigens; für diejenigen die’s noch nicht wissen; Digital Natives alle die nach 1980 geboren sind? Das ich nicht lache. Bin Jahrgang 74, kein Nerd und kenne die neusten Entwicklungen trotzdem meist vor den Kids die ja ach so weit voraus sind :s

  • Matthias sagt:

    1.
    Die erste Generation Digital Natives sind die Generation Y (oder Generation Next oder whatever). Ihre Töchter wären also die 2 Generation. Der Begriff Digital Natives hat weniger mit dem Internet als mit dem Computer im Allgemeinen zu tun. Digital Natives sind alle die nach 1980 geboren wurden.

    2.
    SMS und MMS oder das bedienen einer Maus hat noch wenig mit Digital Natives zu tun. Email benutzen Digital Natives schon lange nicht mehr…

    3.
    Der einfachste Unterschied zwischen Digital Natives ist wohl der, das sie nicht alles zuerst ausdrucken müssen um es lesen zu können sondern verstanden haben das die Buchstaben auch auf dem Bildschirm lesbar sind. Ein Konzept das die älteren Generationen scheinbar nie mehr lernen werden.

    4.
    Ich habe es schonmal gesagt, eMails sind out. Genauso wie SMS und MMS. Mädchen haben unterdessen ja auch endlich mal das IM Prinzip verstanden und kappiert. Naja gut, ist auch schon wieder gut 10 Jahre her, aber man erwartet ja nicht von Journalisten auf dem aktuellen Stand zu sein. 😉

    • gargamel sagt:

      sms ist out? ja verdammich, dann würde ich aber gerne wissen, was all die teenie-horden am morgen im zug auf ihren handies rumfingern… was machen die da bloss…
      und wie kommen alle die digital natives in ihren jobs zurecht, wo sie doch email nicht mehr benutzen..?
      und was genau ist „der unterschied zwischen digital natives“? derselbe wie zwischen einer krähe (beide beine sind gleich lang, besonders das rechte)? oder vielleicht der, dass sie zwar „verstanden haben das die buchstaben auch auf dem bildschirm lesbar sind“, aber noch nicht, dass sie nicht einfach sinnlos aneinander gereiht werden sollten?

      fragen über fragen, die sich mir „digital immigrant“ stellen. bitte helfen sie, grosser digital guru!

      • Adi sagt:

        Matthias übertreibt vielleicht ein wenig, aber im Kern hat er schon recht, hier eine Erklärung:

        SMS ist out: Auf heutigen Smartphones wird viel mit WhatsApp (für iPhone), MSN, Facebook etc. kommuniziert. Sofern das Gegenüber diese Möglichkeiten auch hat, wird SMS damit ersetzt (weil billiger und besser als SMS)

        eMail ist out: hier gilt dasselbe wie bei SMS, viele Nachrichten werden heute per Facebook und andere soziale Netzwerke verschickt – vor allem private. Geschäftliches geht nachwievor via eMail. Aber auch in unserer Firma geht viel über den internen Chat.

        …er meinet wohl Unterscheid zwischen Digital Natives und den anderen 😉

      • Matthias sagt:

        Genaugenommen ist sogar das IM immer mehr out, da wie Adi sagte nun viele sich über Facebook etc Nachrichten schicken, was mehr oder weniger ein Rückschritt zu eMails ist. Auch gibt es wieder mehr Seiten die klassische Chats mit einbauen.

        Natürlich werden SMS auch heute noch hin und wieder gebraucht, aber seit praktisch jeder einen Computer mit Internetanschluss hat sind sie doch deutlich zurück gegangen. Zumindest bei den älteren digital Natives die ihre Rechnungen nicht mehr von den Eltern gezahlt kriegen. 😉

        Natürlich erscheint einem Digital Immigrant jeder Digital Native wie ein Digital Guru, aber keine Sorge, es geht noch ein Weilchen bis das ausdrucken von Mamablog Kommentaren verboten wird. Sie haben also noch genug Zeit um alles über das Internet zu erfahren. 😉

        Ausser der Plan der bösen Digital Immigrants zur Totalzensur des Internet wird ein Erfolg, dann ist das Internet, zumindest in der ursprünglich angedachten Form, tot.

      • René sagt:

        @gargamel: Digital Natives sind wohl auch jene, denen es absolut nichts ausmacht, Tage ihres Lebens mit Rebooten, Updaten u.v.a.m. ihres PCs hinzugeben. Wir Dinosaurier regen uns über diese verlorene Zeit noch auf, wie altmodisch.

      • René sagt:

        @Matthias: Big Brother (es kann auch nur der NSA sein) wird Freude haben, wenn alle Informationen über Facebook & Co. ablaufen. Aber eben: Nur Dinosaurier regen sich wohl über Fichenaffären auf, ich weiss.

    • urs sagt:

      ich gehöre selbst den digital natives an. meine sozialen kontakte pflege ich genauso wie meine eltern und grosseltern. ich behaupte sogar, dass ich mit mehr leuten kontakt habe als sie, da es via facebook/msn viel ringer ist, mit kollegen, freunden und bekannten in verbindung zu treten. nun zu den „internetpräsenzzeiten“: während hausaufgaben oder wenn ich lerne läuft bei mir meistens der computer mit internetanschluss, dies aber hauptsächlich wegen dem internetradio. denn so kann ich nrj zueri empfangen, den ich sonst nicht reinkriege. ich finde diese studien die überall veröffentlicht werden sowieso repräsentativ. 800 leute befragen und dann meinen das sei eine umfrage?! wenn man bei dieser zahl noch drei nullen anhängen würde, sähe das schon anders aus. und studien aus kalifornien?! dort würde ich auch chatten bevorzugen, als immer zig kilometer zu meinen kollegen zu fahren. also, liebe, allwissende erwachsene, prüft doch bitte eure quellen über die zuverlässigkeit der quellen , die ihr braucht und überlegt euch deren vergleichbarkeit, denn im internet steht viel schund… aber das wisst ihr natürlich schon längst.

      • Hans sagt:

        @René ööhm toll du weisst das die Amis mit Big Brother Daten abfangen, super. Weisst du auch, in welchem Bereich pro Sekunde Daten unterwegs sind, bzw hast du eine Ahnung wieviele Leute es bräuchte damit man all diese Daten Anschaun könnte? Bzw analysieren?
        Zum Post zuvor, ihr „Dinosaurier“ findet die Zeit verschwendet, also das ist eine Frage des Zeitmanagment, wären der PC rebootet kann man was zu trinken holen, zB.

        @urs also ja, du magst zu mehr Personen Kontatk halten als deine Eltern / Grosseltern jedoch lange nicht so wie deine Eltern, eine Face-to-Face beziehung ist etwas ganz anderes als wen ich mit einer Person nur chatte.
        Jedoch gebe ich dir recht, das man Amerikanische Studien nicht auf uns beziehen kann. Schon die Kulturellen Unterschiede sind zu gross. Und auch sonst gibt es zuviele, zugrosse Unterschiede. Und auch im Punkt das man nur 800 Leute befragt hat, gebe ich dir recht, das dies nicht ganz repräsentativ ist, jedoch ein anhaltspunkt.

        BTT Ich denke die digitale Welt ist so schnell im Umbruch, was heute noch modern ist, ist heute mittag schon alt und out.

    • Michel sagt:

      SMS und eMail sind nicht „out“ aber MMS war nie „in“

  • Thomas1 sagt:

    P.P.S. und um ein weiteres Klischee wegzuräumen: auch meine Kinder bedienen sämtliche elektronischen Geräte mühelos, der ältere repariert mir sogar die Fernsteuerung meines fengesteuerten Helikopters, weil ich nicht damit klarkomme.

  • Thomas1 sagt:

    P.S.: das mit dem Liebesbrief schreiben hat übrigens Schule gemacht. Ich habe mir sagen lassen, dass auch Handybesitzer aus seiner Klasse es nun so versuchen…

  • Thomas1 sagt:

    Ich lebe mitten in der Stadt Zürich und meine Kinder sind pro Woche ca. eine Stunde am Computer und besitzen kein Handy. Man muss sich nicht in eine Hütte im Wald zurückziehen, um dies zu können, wie viele ständig wiederholen. Nein, man kann es mitten in der hektischen Grossstadt. Aber es ist natürlich viel einfacher, immer zu allem ja zu sagen, als standhaft zu sein und das, was man innerlich wirklich für richtig, hält durchzuziehen. Ich kann ihnen versichern: das mit der sozialen Isolation ist vollkommner Quatsch, das Gegenteil ist der Fall: mein 13Jähriger ist der einzige, der seinen Angebeteten Liebesbriefe schreibt (und das überhaupt geistreich und fehlerfrei formulieren kann) und sie können sich vorstellen: er kriegt sie alle ;-). Natürlich gab es eine Zeit, in der sie unbedingt unbedingt auch alles wollten, das ist ja auch verständlich. Aber nach dieser schwierigen Phase kommen nun langsam aber sicher die Früchte zum Vorschein: meine Jungs sind diejenigen, die überhaupt noch die anderen mit guten Ideen dazu bringen können, auch mal etwas Nichtvirtuelles zu tun. Sie sind dauernd unterwegs mit anderen Freunden – als sozial vollständig dabei. Das Abmachen war nie ein Problem – es benötigt einfach etwas Kreativität. Die entwickelt sich übrigens auch prächtig. Mittlerweile können sie es auch selbstbewusst vertreten, dass sie eben noch kein Handy haben und dürfen. Und dass sie kaum am Computer sind. Ich kann ihnen heute versichern: meine Kinder sind gestärkt aus dieser Sache hervorgegangen – und sind gannz normale Kids von heute, gehören ganz sicher zu den „coolen“ in der Klasse, sind sozial mehr als gut dabei, kennen sich obendrein mit dem Computer bestens aus, wissen 10 mal besser als ich was grad der neuste Youtube.Renner ist (weil sie natürlich bei ihren Kumpels immer wieder mal das Neuste gezeigt beommen, das ist ja auch ok.) Oder kurz: sie verpassen überhaupt nichts. Im Gegenteil, sie leben real.

  • Eni sagt:

    Ich glaube, dass viele Kinder sich deswegen maasslos mit PC und Mobile-Telefonen beschäftigen weil des für die Eltern bequem ist zu allem ja zu sagen ohne Einschränkungen. So haben sie ihre Ruhe und brauchen sich nicht mit ihrem Nachwuchs auseinander zu setzen wenn die Kinder bei einem „Nein“ quäken und nölen. Wenn sie vor dem Bildschirm hocken muss man auch nie nach draussen gehen und nach ihnen sehen oder nach ihnen zu suchen wenn sie die Zeit vergessen haben zum nach Hause kommen. Eltern wollen oft keine Eltern mehr sein sondern coole Freunde ihrer Kinder und wenn möglich kommunizieren sie noch auf Facebook mit ihren Nachwuchs.

    • Henne sagt:

      Eni, ich gebe Dir recht. Den Kids Zugang ohne Einschränkung zu elektronischen Medien zu gewähren, ist eine Bequemlichkeit der Eltern, Grenzen zu setzen. Kinder brauchen Grenzen, um sich sicher, geborgen und ernst genommen zu fühlen. Wir haben mindestens eine gemeinsame Familienmahlzeit pro Tag. Hinterher sitzen wir am Tisch und alle können von ihrem Tag erzählen. Da wird diskutiert, debatiert, politisiert – manchmal geht es heftig zu und her, manchmal sind wir alle gleicher Meinung und schimpfen gemeinsam über die Dumpfbacken dieser Welt. Wichtig ist die Kummunikation von Angesicht zu Angesicht. Jessäs, wenn ich mir vorstelle, ich müsste mit meinen Kids chatten, um zu erfahren, wie es ihnen geht…
      Es gibt nix Schlimmeres, als Eltern, die die besten Freunde ihrer Kinder sein wollen. He, hallo… ich bin die Mutter und nicht die beste Freundin meiner Tochter. Wie soll sich denn meine Tochter sonst mal von mir abnabeln, wenn, ich auf der gleichen Stufe stehe wie sie. Ich erziehe meine Kinder zu sebständigen Wesen, die irgendwann mal alleine den Schritt in die grosse, weite Welt wagen müssen/sollen.

      • Cara Mia sagt:

        Keine Angst, das bestimmst eh nicht Du, ob Du die beste Freundin bist oder nicht, als Mutter Vetraute oder nicht. Die Kids stellen Dich automatisch da hin, wo Du hingehörst. Ob Du nun auf Facebook bist, mit ihnen chattest oder nicht spielt keine Rolle, eigentlich.

  • Stef sagt:

    Mal wurde gemotzt, die Kinder würden zu viel lesen, dann zu viele Comix, TV und heute Computer.
    Lesen tu ich immer noch am liebsten, Comix liebe ich, TV fast nie und dann halt das Netz.
    Bin heute 30 und habe seit 13 Jahren ein Handy, habe wohl in meinem Leben immer noch weniger telefoniert als meine Schwester innert 2 Jahren als Teen auf dem Festnetz.
    Finde Kids sollen sich ihr telefonieren selbst finanzieren und damit meine ich nicht 150 Franken Taschengeld.
    Computer finde ich was geniales, vorallem seit sie nicht mehr 12 MHZ haben und sich die 12 Graustufen verabschiedet haben.
    Studien über Empatie von Jugendlichen sind fürn Arsch, die Jugend war immer scheisse (aus Erwachsenen Sicht).
    Guckt doch mal, mit was ihr eure Jugend verbracht habt, immer Versteckis, Fussball, Wandern und Kleider nähen?
    Oder doch eher mit rum hängen?

    • Crusader sagt:

      „Rumhängen“ ist nicht einfach verlorene Zeit, beim Rumhängen mit Kollegen und Freundinnen passiert ganz viel, auch wenn von aussen betrachtet wenig Aktives geschieht. Lassen wir den Kindern und Jugendlichen diese Zeit, sie müssen nicht immer produktiv sein, kreative Langeweile ist sehr förderlich für den Reifeprozess. Es ist heuchlerisch von den Erwachsenen, wenn sie ihre eigene Jugend als fortwährendes Produktiv sein, mit „wertvollen“ Tätigkeiten verbringend darstellen.

    • Walter sagt:

      Mein erster „PC“ mit grün/schwarz Bildschirm hat mich teilweise mehr fasziniert als einige „Supergrafikgadgets“ heute

      • adlerauge sagt:

        @walter: das sind symptome für nerditis oder tech-nostalgie. ich kann ihnen sehr nachfühlen! ein atari 2600 mit riesenpixel löst bei mir immer noch viel mehr aus, als die heutigen spielkonsolen mit immer realitätsnäherer grafik… auch wenn ich in meiner jugend nie selber einen besass.

    • Robert sagt:

      Nee: Möfi frisiert. Ist auch ganz viel passiert…

  • Crusader sagt:

    „Gary Small, Neurowissenschafter und Psychiatrieprofessor in Kalifornien sowie Autor des Buches «iBrain» behauptet gar, dass die erste Generation der digital Natives ihren Eltern technologisch zwar haushoch überlegen sei, im persönlichen Umgang mit Menschen im Alltag aber an kommunikativer Kompetenz verloren hätten.“

    Das leuchtet ein, was nicht geübt wird, wird weniger beherrscht.

  • Henne sagt:

    Meine Kids (10 + 13,5) besitzen beide je einen Laptop und ein Handy. Handy und Laptop mussten sie sich selber kaufen – für den Laptop haben beide mehr als ein Jahr gespart. Beide benutzen das Handy nur, wenn sie unterwegs sind und mir mitteilen wollen, dass sie später nach Hause kommen. Handy-Guthaben müssen sie selbst bezahlen von ihrem Taschengeld (das beträgt beim jüngeren Kind Fr. 4.00 pro Woche und beim älteren Fr. 36 pro Monat). Wenn sie an den Computer wollen, müssen sie zuerst fragen. Die Zeit, die am PC gesessen wird, ist limitiert – pro Woche gibts ein Zeitguthaben von max. 5 Std. für das jüngere Kind und 7 für das ältere. Nicht eingerechnet in diesem Zeitguthaben ist die Dauer, die sie den PC für Schularbeiten brauchen (z.B. 10-Fingersystem üben oder Stoff für Vorträge zusammensuchen).
    Wir haben klare Vorgaben im Umgang mit elektronischen Medien, wer sich nicht daran hält, verliert für eine Woche das Recht, diese zu gebrauchen. Das klappt ganz gut und gibt eigentlich auch nie Anlass zu Streit. Meist bolzen die Kids sowieso lieber draussen mit ihren Freunden rum als am PC zu sitzen. Grad jetzt spielen etwa 10 Kids Verstecken draussen im Garten…

  • Lea sagt:

    „Gary Small, …, behauptet gar, dass die erste Generation der digital Natives ihren Eltern technologisch zwar haushoch überlegen sei, im persönlichen Umgang mit Menschen im Alltag aber an kommunikativer Kompetenz verloren hätten.“

    genau dies ist mein subjektiver Eindruck. Der Verlust von emotionaler Intelligenz bis hin zum Verlust von Empathie.

    Nicole, sie benutzen das Verb „simsen“. Ich vermute, Sie meinen wohl SMSen. Simsen kann auch das Benutzen von Simulationssoftware sein (Die Sims) und da vor allem Online-Simulationen mit Sozialnetzwerk-Komponente. Als Beispiel Second Life.

    Auch wenn Second Life inzwischen etwas verblasst ist, ist diese Form der sozialen Simulation unter dem Aspekt der sich entwickelnden immersiven Technologien zukunftsweisend. Hier Zukunftsweisend im Sinne einer Dystopie.

    Als Überzeichnung dieser Entwicklung empfehle ich den Roman Solaria von Isaac Asimov, wo (neben anderen Aspekten) als Nebenthema eine Gesellschaft geschildert wird, die nur noch über technologische Prothesen inter-agiert.

  • marcel sagt:

    Also ich bin wesentlich häufiger online als unsere 13jährige, die (als wahrscheinlich einzige ihrer Klasse) noch nicht mal ein eigenes Natel hat. Und (vermutlich!) auch noch kein Facebook-Profil u.ä. Sie hat einfach nur ein paar reale Freundinnen (die wir alle persönlich kennen), ruft diese öfter mal zu Hause an, redet in der Schule und in der Tagesstätte mit ihnen und trifft sie am Mittwochnachmittag und am Wochenende irgendwo im Quartier.

    Diese Art Kinder gibt es also durchaus noch, auch wenn es nicht mehr viele sind. Wahrscheinlich bin ich ihr ein schlechtes Beispiel – ich schreibe sogar ab und zu Kommentare in Blogs, die sich eigentlich an Frauen richten 😉

    (Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass sie deswegen ein besserer Mensch ist (beziehungsweise sein wird) als andere Mädchen in ihrem Alter. Nur ein bisschen anders halt.)

  • René sagt:

    Solche Kompetenzen sind möglicherweise unabdingbar und werden es auch bleiben in Zukunft. Und Erfahrungen sammeln hat auch noch niemandem geschadet (wenn er denn daraus etwas gelernt hat). Nur übertreiben muss man ja auch nicht:
    Wer bezahlt das alles? Nicht alle Eltern sind in der Lage, Hard- und Software oder 100 SMS pro Kind und Tag einfach so locker zu zahlen. Uebrigens: Ein Fehlklick auf ein „Ja“ kann teuer zu stehen kommen. Zudem: So eine zweidimensionale Chat-Unterhaltung lässt doch keine Mimik, keine Körpersprache etc. zu, Dinge, die man in der realen Welt eben doch auch entwickeln müsste. Und natürlich quatschen Mädchen oft miteinander. Aber hat sich die ältere Generation deshalb dauernd telefoniert? Hat sie nicht, schon weil’s nur ein Anschluss pro Haushalt gab wahrscheinlich.

  • Cara Mia sagt:

    Zudem brauchen die das für die Schule. Vorträge müssen vorab gemailt werden, gelernt wird online und mit Wiki und was weiss ich, der leo ist eh immer offen, wenn man eine Übersetzung machen muss. Keep cool.

  • Obelix sagt:

    Meine Tochter hat mit ihrer Schulklasse am Junior Web Award mitgemacht und dort eine Digicamera und einen Multifunktionsdrucker gewonnen, die moderner sind als meine eigenen. Wir können gar nicht Kinder von solchen Dingen fernhalten, selbst wenn wir es wollten. Ich frage mich auch, wieso wir uns anmassen sollten, ihnen etwas über „Die Gefahren“ der elektronischen Hilfsmittel zu erzählen, wenn wir selber keine Ahnung davon haben. Natürlich müssen wir sie aufklären, dass man Fremden keine Informationen weitergibt, dass das Internet niemals etwas vergisst, auch das peinlichste, gelöschte Foto nicht und dass es böse Menschen gibt, die einem wehtun wollen. Aber in die Technologie dreinreden, die sie benutzen macht IMHO keinen Sinn.

    • Wir sollten sie auch gar nicht von diesen Dingen fernhalten. Aber wir müssen ihnen die Tücken, Fallen und Gefahren dieser Technologien aufzeigen- und natürlichen den massvollen Umgang mit den entsprechenden Empfangs- und Sendegeräten.

  • Irene sagt:

    @Walter; immerhin sitzen Sie jetzt gerade nicht vor einem Atlas um sich an diesem Gespräch zu beteiligen, oder? 😉

  • Walter sagt:

    @Adi
    Sollten ja, aber müssen nicht.

    Wikipedia / Google Earth gibt es z.B. auch in Buchform. Man nennt das Lexikon resp. Atlas.

    • Adi sagt:

      Danke für die Belehrung, ich weiss was ein Lexikon und ein Atlas ist, da ich beides zuhause in meinem Elternhaus noch hatte. Gerade das Lexikon ist aber nie aktuell und kann mit dem digitalen Äquivaklent nicht mithalten – man findet in Wikipedia viel mehr und viel aktuellere Information als im Brockhaus.

      Auch der Atlas kann längst nicht mehr mit den digitalen Pendants mithalten. Gerade Kinder können mit Google Earth (und ähnlichem) die Geographie auf eine ganz andere Art und Weise erkunden (z.B. 3D Relief der schweizer Alpen).

      Da sehe ich nicht ein, wenn man hier aus Prinzip am alten festhält. Schliesslich gab es auch eine Zeit als der Atlas nur schwarz/weiss vorlag – und noch früher waren Karten nur auf Pergament erhältlich. Irgendwann kam der Buchdruck und später Farbdruck mit allerhand Illustrationen – diese Neuerungen haben Sie wohl auch mitgemacht, oder?

      • Walter sagt:

        Genau. Bei Wikipedia findet man sogar Unwahrheiten …

        Das 3D-Profil der Schweizer Alpen kann man auch ohne Google-Earth erkunden. Man nennt das dann wandern ;).

        Keine Angst. Ich hab auch den Wechsel von Lexikon/Atlas auf digitale Medien mitgemacht. Aber das ganze „nur digital ist gut“-Gehype ist einfach Unsinn. Es gibt einfach zu viele Leute, die alles „fressen“ was man ihnen vorsetzt und sich sagen lassen was gut ist und man zu tun hat.

        Die digitale Welt ist nicht mehr wegzudenken (zum Glück, sonst wär ich arbeitslos). Aber es sind nur Hilfsmittel und keine lebensnotwenidgen Dinge.

      • Adi sagt:

        Hehe, klar. Bin auch schon gewandert 😉 …es ging ja auch nicht um wandern vs. Google Earth. Aber vielleicht ist es für Kinder (und auch Erwachsene) noch eindrücklich, wenn sie eine Wanderung im Rückblick auf Google Earth nachvollziehen können.

        Ich sage auch nicht, nur digital ist gut 😉 …da sind wir uns wohl einig.

        Ich habe einfach ein Negativbeispiel von einem Schulfreund, dessen Mutter ziemlich antimodern eingestellt war. Sprich: kein TV, möglichst kein Medienkonsum zuhause etc. …und das finde ich problematisch.

        Was die Unwahrheiten in Wikipedia betrifft: das ist sicher richtig – genauso wie man auch überall sonst im Leben auf Unwahrheiten stösst, sei es in Büchern, Zeitungen, am Sonntag in der Kirche oder wo auch immer. Hier hilft nur eine solide Bildung und kritisches Hinterfragen von Information. Trotzdem bleibt für mich Wikipedia das nützlichste Nachschlagewerk in unserer Zeit.

        PS: ich habe übrigens auch keinen TV – mache also auch nicht alles mit nur weil „man“ das so hat 😉

  • Walter sagt:

    „Ab welchem Alter ist ein Handy für die Teilnahme am sozialen Netzwerk unabdingbar?“

    Nie. Es ist schon erstaunlich, wie weit uns die Marketingindustrie schon gebracht hat. Ausser Wasser und Nahrung gibt es nichts was „man“ haben muss.

    • Raphi sagt:

      Danke Bruder für die wahren Worte!

    • Adi sagt:

      Da muss ich leider wiedersprechen. Klar spielt das Marketing bei vielen Bedürfnisen eine Schlüsselrolle. Und ich gebe dir recht dass „man“ deswegen nicht alles haben muss.

      Allerdings kann man sich der Entwicklung nicht völlig entziehen. Wenn man Kinder hat verschäft sich diese Thematik noch, denn wenn man allein lebt und sich der modernen Welt verweigern will – von mir aus irgendwo in eine Hütte zieht im Wald und dort lebt – dann ist das eine persönliche Entscheidung.
      Wenn man seine Kinder aber übermässig von allem „bösen“ digitalen und neuen abschirmt, setzt man damit ab einem gewissen Grad die gesellschaftkliche Integration der Kids aufs Spiel, was ich nicht für gut befinden kann.

      Ab einem gewissen Alter sollten Kinder daher Zugang haben zu Internet und Mobilkommunikation – in meinen Augen besser früh als spät. Gerade das Internet bietet neben Unterhaltung und Kommunikation auch enorme Bildungsmöglichkeiten für Kinder (ich denke hier z.B. an Wikipedia und Google Earth).

    • Adi sagt:

      Noch hinzuzufügen ist, dass Menschen neben Sauerstoff, Wasser und Nahrung auch soziale Interaktion benötigen, und wenn diese zunehmend auch über digitale Kanäle stattfindet, sollte man diese Art der Interaktion seinen Kindern nicht vorenthalten.

      Man muss einfach sehen, dass heute vieles was im realen Leben passiert mit digitalen Hilfsmitteln wird – hat man keinen Zugang zum digitalen, verpasst man automatisch auch das reale.

      Ich selber bin ein Grenzfall was den Begriff „digital natives“ betrifft Bin mit 25 etwas alt für diese Generation, gehörte ich dennoch zu den Jugendlichen, welche in der unteren Primarstufe bereits intensiven Kontakt mit Computern hatte dank Förderung durch meine Eltern. Mir hat es jedenfalls nicht geschadet – im Gegenteil, irgendwann muss man den Umgang mit dieser Technologie ja doch lernen.

      • Walter sagt:

        Soziale Interaktion braucht der Mensch nicht. Ansonsten wären Eremiten/Einsiedler nicht überlebensfähig.

        Verpassen kann man nur das digitale Leben, sas reale nicht (ausser du stirbst).

      • Raphi sagt:

        Ich glaube es geht doch eher darum, das Mitläufertum anzuprangern anstatt die digitale, virtuelle Welt…

      • Cara Mia sagt:

        Die Eremiten überleben schon und darum geht es ja nicht. Es geht darum, im sozialen Verbund zu überleben, nicht im selbst gewählten Knast.

      • Walter sagt:

        Ist mir schon klar. Ich finde es einfach immer wieder erstaunlich, welche Dinge einige Menschen als lebenswichtig erachten.

        Ich werde meine Kinder natürlich auch nicht mit der technischen Infrastruktur von 1910 aufwachsen lassen. Aber ein Handy gibt es erst, wenn es wirklich nützlich ist oder sie es selber finanzieren (Sackgeld) können und nicht dann, wenn alle anderen bereits eins haben.

    • Widerspenstige sagt:

      Richtig Walter! Das Wort ‚unabdingbar‘ im Titel zum Artikel möchte suggerieren, dass ein Handy früher oder später in jede Kinderhand muss. Das ist eine gefährliche Sprachmanipulation, die nicht nur die Wirtschaft freuen dürfte. Der ganze Rattenschwanz der Zulieferer bis zur Werbespot-Industrie reiben sich die Hände ob soviel Zuspruch von den Medien. Die Leidtragenden sind die Eltern und Kinder, welche da einfach den Hipe mitzumachen glauben. Wer möchte da noch Gegensteuer geben und ‚aussen vor‘ bleiben wollen? Ebenfalls die Psychotherapeuten und Psychiater wirds freuen.

    • v for vietcong sagt:

      verdammt walter, der war nötig! bitterbitternötig sogar!

  • Irene sagt:

    Ja, meine Tochter ist sehr oft online – per sms am Handy oder über MSN am Computer. Sie könnte den lieben langen Tag vor der Kiste hängen … aber Fakt ist; ich habe als Kind alternativ zu den heutigen Möglichkeiten stundenlange telefoniert – und viel mehr ferngesehen als meine Tochter heute. Auch ich habe damals konsumiert, sie konsumiert auch … und manchmal frage ich mich, ob ein Gespräch via MSN mit ihrer Freundin nicht schlauer ist als 2 Stunden vor dem Flimmerkasten zu hocken und sich berieseln zu lassen. Aber genau wie meine Eltern mir früher die Telefongespräche und die Fernsehzeit einschränken mussten, schränke ich meiner Tochter ihre Art der Kommunikation ein; pro Tag 1 Stunde Chat … am Wochenende allenfalls etwas mehr (wenn’s den ganzen Tag regnet und/oder sie sich auch sonst aktiv am Familienleben beteiligt hat).
    Dass sms bekommen spannender ist weil man bei jedem „Piip“ wieder eine neue Ueberraschung hat als wenn man 1 x angerufen wird, kann ich sogar noch irgendwie nachvollziehen. Allerdings erachte ich es als meine Aufgabe, darauf zu achten, dass mein Kind auch mal etwas fertig machen kann, ohne immer gleich an ihr Handy zu rennen. Kinder haben oft Mühe etwas Tolles in Massen zu machen – das war schon früher so und das wird wohl immer so bleiben. Daher ist es an mir, ihr Grenzen zu setzen.
    Seiten wie Facebook, etc. verbiete ich meiner Tochter. Sie hat noch nicht das vorgeschriebene Alter dafür, also ist es für sie Tabu, da bin ich sehr strickt. Zwar bettelt sie mich regelmässig an weil ihre Freundinnen – welche teilweise auch jünger sind als sie – haben schon so lange ein Profil und nur sie, nur mein armes, armes Kind, darf nicht. In dieser Beziehung bin ich so hart wie meine Mutter damals als ich argumentierte, dass aber alle andern Dallas um 21.45 Uhr noch schauen dürfen …
    In den allgemeinen Geschäftsbedingungen von solchen Sites sind Mindestalter angegeben und ich bin dankbar dafür. Es gibt mir die Möglichkeit, solche Dinge noch von meinem Kind fernzuhalten. Wenn sie dann allerdings das Alter erreicht hat, dann darf sie ihr Proil anlegen – was nichts daran ändern wird, dass ich ihre online-Zeit im Auge behalte und darauf achte, dass mein Kind auch persönliche solziale Kontakte nicht zu kurz kommen lässt. Wir können unsere Augen vor der heutigen Zeit und der heutigen Technik nicht verschliessen – aber wir können unsere Kinder sensibilisieren und ihnen beibringen wie man gemässigt mit solchen Tools umgeht.

    • lara sagt:

      einfach darauf achten, dass sie nicht ihren richtigen namen bei facebook angibt! fantasienamen sind zwar verboten bei facebook, aber fast alle meine freunde haben ihren namen abgeändert. z.b. der spitzname als vorname verwenden und miller anstatt müller oder so.. so kann sie zwar von ihren freunden gefunden werden, aber nicht von anderen.

  • Pascal Sutter sagt:

    Ich habe gerade letzthin irgendwo gelesen dass die Fähigkeiten der Teenager Empathie für Schwächere/Andersdenkende laufend abnehmen und sie sich mehr auf sich selber konzentrieren.

    Dies ist in meinen Augen nicht nur ein Problem unserer Kids sondern auch im Alltagsleben bemerkbar da sich jeder nur noch um sich selber kümmert. Auch ich merke die Tendenzen an mir.

    Das kann böse aus dem Ruder laufen. Ich glaube, heute gilt das Motto „Wir sprechen mehr miteinander, haben uns aber nichts zu sagen.“

    Ich frage mich, was man dagegen tun kann.

    • Raphi sagt:

      Das frage ich mich auch, aber bei mir ist das so, dass mein Vater das nie vorgelebt hat (Empathie und so). Deshalb tue ich mich schwer. Ich denke das ist ein Problem, das Viele in unseren Breitengraden haben.

      • Cara Mia sagt:

        Aber das liegt nicht einfach an den Laptops, sondern weil viel zu viel Kids einfach sich selber überlassen werden.

  • lamakki sagt:

    Och, ich bin auch dauernd online, so what 🙂 Gefahren zeigen und Alternativen anbieten sind sicher extrem wichtig, aber sonst sollte man sich da nicht gross Sorgen machen. Verbieten bringt nix, die digitale Welt kommt sowieso. Lieber den richtigen Umgang beibringen.

  • Raphi sagt:

    Ich muss sagen, dass ich die Kommunikation via Messenger etc. sehr schätze, weil es viel sachlicher sein kann und ich das sagen kann was mich bewegt. Ich bin mutiger. Das fällt mir schwerer Face-to-Face. Ob das jetzt ein Armutszeugnis ist oder nicht darf jeder selber entscheiden.

    • Cara Mia sagt:

      Wärst Du mein Sohn, würde ich Dir sagen: es ist kein Armutszeugnis, jeder hat Hemmungen, aber es ist gefährlich. Hinter jeder Adresse stecken normale Menschen, und die können Dein Vertrauen genauso missbrauchen, wie bei einer Face-to-Face Aussprache. Das heisst nicht, dass Du Dich nun in Dein Schneckenhaus zurückziehen sollst, aber ein gesundes Misstrauen und Vorsicht im virtuellen und im wirklichen Leben ist wichtig. Ebenso wichtig ist, dass Du auf die Menschen zugehst, Deine Hemmungen überwindest. Die virtuelle Welt bleibt virtuell, es ist eine Schein-Zweisamkeit. Es kommt auf die richtige Balance an. Und manchmal kriegt man eine aufs Dach im Leben, und man überlebt es 😉

      • Raphi sagt:

        Haha und weisst du wie das auf mich wirkt? Typisch non native 😉
        Ne nicht so ernst nehmen 🙂
        Das was du sagst hat natürlich seine Berechtigung, aber ich denke mir, und vielen die damit aufgewachsen sind, ist das eh klar (also vor allem wie man sich im Internet bewegt, auf was mach achten muss etc.). Und das mit der Schein-Zweisamkeit kann schon sein, muss aber nicht. Viele tiefe Gespräche die meine Freundschaften gestärkt und vertieft haben, waren Chats (nicht nur natülich und hoffentlich). So komisch das evtl klingen mag, aber das ist schon möglich.
        Das wichtigste scheint mir wie du richtig sagst, die Balance! Unbedingt!

      • Cara Mia sagt:

        Grins, wo Du Recht hast… manchmal hat es auch eine therapeutische Wirkung, wenn man das, was einem bewegt, hintippt, man wird sich dann selber bewusster, was einen belastet. Vielleicht klarer, als wenn man redet, weil da wägt man ja vielmehr ab, wie das so rüberkommt.

      • Raphi sagt:

        Oh ja, und ich bin nicht der Typ der immer unterscheiden will mit welchem Ohr der jetzt wie was versteht. Boah mühsam. Ich bin da eher sachlich. 🙂

  • Cara Mia sagt:

    Ja, sie sind immer on-line. Aber das ist Mittel zum Zweck: um sich (auch) zu verabreden, nicht nur um zu chatten. Massnahmen zu ergreifen und so weiter ist sehr schwierig, wenn man selber gar nicht begreift, wie das alles eigentlich funktioniert. Den Gebrauch zu regulieren ist ebenfalls schwierig. Man sollte den Einstieg altersmässig möglichst hinauszögern, aber wenn sie mal Zugang haben und ihre Facebook-MSN- weiss ich was Daten erstellt, dann kommen sie überall rein, auch bei der Freundin, in der Schule und so weiter. Ich habe einfach die Gefahren benannt, so wie ich sie eben begriffen habe, und liess sie machen, was einigermassen gut klappt. Die eine schaut mehr Filme, die andere chattet eher. Verbote reizen eher noch, Ablenkung (gemeinsame Unternehmungen anbieten) ist besser.

    Wichtig für die Entwicklung der sozialen Kompetenz ist, dass sie daneben noch „live“-Hobbies haben, meine zum Beispiel sind Pfadis. Da gibt es dann wochenlang kein Handy, kein Internet, wenn man im Zelt im Wald lebt.

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